‘It was surreal’: British couple describe having warning shots fired near them by Russian warship

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„Es war surrealistisch“: Britisches Ehepaar berichtet von Warnschüssen durch russisches Kriegsschiff

It was surreal – Ein britisches Paar, das mit einer Yacht in der englischen Bucht unterwegs war, schilderte am Dienstag der BBC Newsnight ein „surrealistisches“ Erlebnis, als ein russisches Kriegsschiff Warnschüsse abgab. Jane und Alan Kelvey befanden sich auf dem Yacht-Boot „Bright Future“, als sie in der Nähe des Isle-of-Wight-Flusses auf einen russischen Zerstörer, den „Admiral Grigorovich“, traf. Die Yacht war etwa 23 Meilen vom Festland entfernt, als die beiden nahe an das russische Schiff heranrücken. Das Kriegsschiff feuerte auf den Weg des britischen Yacht-Boots, wofür das Verteidigungsministerium einen „isolierten Vorfall“ erklärte und diesen mit der Entdeckung eines russischen Schattenflotte-Tankers am Sonntag im Kanal verknüpfte.

Surreal gewesen: Die Reaktion des Ehepaares

Jane Kelvey berichtete, das russische Schiff habe zuerst fünf Hornsignale gegeben, was als „haben Sie uns gesehen?“ interpretiert wurde. „Wir drehten sofort zwei Grad nach links, damit sie erkennen konnten, dass wir absichtlich unseren Kurs geändert haben“, sagte sie. Kurz darauf folgten weitere fünf Hornsignale und vier bis fünf kleine Schüsse. „Diese Schüsse waren nicht direkt auf uns gerichtet – wir glauben, es waren Warnschüsse, die in die Luft feuerten.“

„Für uns war es erst ein Vorfall, als die Schüsse begannen.“

Alan Kelvey betonte, die Schüsse seien „unnötig“ gewesen. Nach den Warnschüssen traf eine britische Marineeinheit, das HMS Tyne, auf das Yacht-Boot ein, um den Zustand der Crew zu prüfen. Das Paar bestreitet, dass die Yacht auf eine Kollision zugegangen sei. Laut dem russischen Verteidigungsministerium war das Boot auf einer „gefährlichen Annäherung“ und wurde von der Besatzung mit Schusswaffen angegriffen, nachdem mehrere Versuche zur kontaktlosen Kommunikation über Funk erfolglos blieben.

Kontroverse über die Handlung

Die britische Regierung behauptet, das russische Schiff habe den Kurs der Yacht beobachtet und war aufgrund der Nebelbedingungen davon ausgegangen, dass das Boot nicht manövrierbar sei. Eine britische Offizielle sagte gegenüber der BBC, das HMS Tyne habe den Vorfall beobachtet, als die Yacht sich etwa 500 Yards (457 Meter) vom Kriegsschiff entfernt hatte. Der britische Verteidigungsministerium betonte, dass das Ereignis „kein Zusammenhang mit der Entdeckung eines russischen Schattenflotte-Tankers“ am Sonntag im Kanal habe.

Russische Offizielle erklärten, ihre Besatzung habe Schüsse abgefeuert, um die Yacht zu warnen, nachdem sie mehrfach versucht habe, mit ihr zu kommunizieren. Sie hielten die Aktion für „streng nach internationalen Seeverkehrsregeln“ durchgeführt. Gleichzeitig bestreitet das Verteidigungsministerium, dass das Ereignis mit der Schifffahrt des russischen Tankers zusammenhänge, der am Sonntag im Kanal entdeckt wurde.

Neue Sicht auf den Vorfall

Laut den BBC-Informanten war das Yacht-Boot von der britischen Küstenwache im Nebel entdeckt worden, nachdem es sich vom Festland abgekoppelt hatte. Die britische Regierung glaubt, das russische Kriegsschiff habe versucht, den Eindruck zu erwecken, dass es sich in Richtung des britischen Boots bewegte, was es weniger manövrierbar erscheinen ließ. Der Verteidigungsministerium stellt klar, dass das russische Schiff „Warnschüsse“ abgefeuert habe, um eine mögliche Kollision zu verhindern.

Kontext aus der Kriegsflotte

Der Vorfall ereignete sich rund 20 Seemeilen – also etwa 23 Standardmeilen – südlich der Isle of Wight, außerhalb der britischen Territorialwasser. Zuvor hatten die Royal Marine-Kommandos einen russischen Schattenflotte-Tanker entdeckt, der belastete Öl transportierte. Dies war die erste solche Aktion der britischen Streitkräfte. Russische Kriegsschiffe durchqueren den Kanal regelmäßig, und sie werden von der Royal Navy beobachtet.

Der „Admiral Grigorovich“ wurde in den letzten Tagen von der HMS Mersey begleitet, nachdem er bei der französischen Küste in Brest gesichtet wurde. Das Royal Navy sagte, dies sei eine „Routineoperation“. Gleichzeitig bestätigte die BBC, dass das russische Schiff im Bereich des Kanals und der Nordsee für einige Monate vom PM-82, einem Reparaturboot, versorgt wurde. Die Satellitenbilder der BBC Verify zeigten, dass das PM-82 den „Admiral Grigorovich“ in der Nähe des Kanals mit Ressourcen belieferte.

Engagement der NATO

Ein NATO-Quelle berichtete, dass der „Admiral Grigorovich“ auf Befehl Moskaus für den Schutz russischer Schattenflotte-Schiffe verantwortlich war. Laut den NATO-Offiziellen hatte das PM-82 den Zerstörer über einen längeren Zeitraum mit Nahrung, Wasser und anderen Vorräten versorgt, um ihn länger auf See zu halten. In April war der Zerstörer bereits an einer Operation beteiligt, bei der er sechs Schattenflotte-Schiffe durch den Kanal eskortierte, während die Royal Navy ihn beobachtete.

Die Royal Navy gab zuvor bekannt, dass der „Admiral Grigorovich“ russische Schiffe im Atlantik, Mittelmeer und Baltikum eskortierte, einschließlich eines U-Boots und sechs Handelsschiffen sowie Unterstützungseinheiten. Dieses Engagement zeigt, wie die NATO und die Royal Navy zusammenarbeiten, um russische Aktivitäten im Meer zu überwachen und zu blockieren.

Interessenkonflikt und mögliche Erwartungen

Jane und Alan Kelvey schilderten den Moment, als das russische Schiff ihre Yacht mit Warnschüssen traf, als „unglaublich“ und unerwartet. Sie waren sich sicher, dass das Boot nicht auf Kollision zusteuerte, sondern nur auf eine Weise, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Der Vorfall unterstreicht, wie manchmal auch in internationalen Gewässern die Spannungen zwischen den Ländern steigen können.

Die Royal Navy betont, dass russische Schiffe den Kanal stets in internationalen Gewässern durchqueren, und dass Warnschüsse als Standardmaßnahme in solchen Situationen angesehen werden. Dennoch gibt es Zweifel, ob die Handlung in diesem Fall als notwendig oder als Vorspiel zu einer größeren Aktion betrachtet werden sollte. Der Vorfall könnte einen Schritt in der geplanten Strategie Moskaus markieren, um britische Streitkräfte zu testen oder auf die Erwartungen der NATO einzustimmen.

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